Wissenswertes zum Sonnenschutz

Sonnenschutz, warum?

Grundsätzlich kann die Haut eine bestimmte Zeit der Sonne ausgesetzt sein, ohne sich zu röten. Die Dauer dieser sogenannten Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Bei hellhäutigen Menschen beträgt die Eigenschuttzeit nur fünf bis zehn Minuten. Spätestens nach Ablauf dieser Zeitspanne braucht die Haut Schutz durch Schatten und geeignete Kleidung. Helle Flächen wie Schnee, Eis, Sand, Beton und Wasser reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so die Sonnenwirkung.

 

Sonnenschutz für Kinder

Kinder müssen sich besonders gut schützen. Wiederholte Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren erhöhen das Hautkrebsrisiko markant.

  • Im ersten Lebensjahr sollten Kinder überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden.
  • Zum Schutz des Gesichtes eignet sich am besten ein Schatten spendender Hut.
  • Sonnenschutzmittel sollten mindestens Lichtschutzfaktor 25 aufweisen, wasserfest sein und weder Duftstoffe, Alkohol noch Konservierungsstoffe enthalten. Wichtig ist daran zu denken, dass alle Sonnenschutzmittel nach dem Baden wieder neu aufgetragen werden müssen, auch wenn sie als wasserfest bezeichnet werden.
  • Sonnenschutzmittel müssen reichlich und mindestens 30 Minuten vor den Aufenthalt an der Sonne aufgetragen werden, um einen wirksamen UV-Schutz zu gewährleisten.
  • Grundsätzlich sollten sich Kinder vor allem am Schatten aufhalten – Sonnenschirme beim Spielplatz oder Planschbecken aufstellen – und eine Kopfbedeckung, ein Shirt und eine gute Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz bis 400nm tragen.

 

Sonnenschutz in den Ferien

Unbeschwerten Ferien steht nichts im Wege, wenn Sie sich während den ersten Tagen im Schatten aufhalten und sich ihre Haut langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen kann. Die „bürogewohnte“ Haut ist auf die intensive Sonnenbestrahlung nicht vorbereitet und Solariumbesuche sind keine Ferienvorbereitung für die Haut. Deshalb empfiehlt es sich, Ihre Aktivitäten im Freien der Tageszeit und der Feriendestination anzupassen, vor allem, wenn Sie im Winter in die Ferne reisen.

 

Sonnenschutz beim Sport

Sportler, ob Tennisspieler, Velofahrer oder Jogger, sie alle halten sich oft und lange an der Sonne auf. Wer den Sport nicht auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verschieben kann, sollte sich besonders gut schützen. Kleider eignen sich als Schutz vor UV-Strahlen: vor allem künstliche Fasern, wie in der Sportbekleidung häufig verwendet.
Einen zuverlässigen Augenschutz bieten Sonnenbrillen mit 100% UV-Schutz bis 400 Nanometer Wellenlange.
Die exponierten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mind. LSF 20) eincremen – Nase, Ohren, Lippen und Nacken nicht vergessen.

Wassersportler benützen mit Vorteil wasserfesten Sonnenschutz. Mehrmaliges Auftragen ist notwendig, da auch wasserfester Sonnenschutz im Wasser oder beim Abtrocknen abgerieben wird. In einer Tiefe von 50 cm erreichen noch 60% der UVB- und 85% der UVA-Strahlen Ihre Haut.

 

Kleidung als Sonnenschutz

Der beste Sonnenschutz heisst Schatten. Auch Kleider können vor UV-Strahlen schützen. Grundsätzlich gilt:

  • dicht verarbeitetes Material schützt besser als transparentes
  • weite und dunkle Kleider schützen besser als enge und helle
  • künstliche Fasern (Polyester) schützen besser als Naturfasern (Baumwolle, Leinen)
  • nasses Gewebe ist durchlässiger für UV-Strahlen und schützt weniger gut als trockenes

 

UV-Schutz- Kollektionen

Seit mehreren Jahren bieten Bekleidungshersteller spezielle UV-Schutz-Kollektionen an. Einige dieser Kleidungsstücke sind mit einem Label versehen, das garantiert, dass diese den UV-Schutz-Kriterien der Krebsliga entsprechen. Für Leute, die sich oft und länger im Freien aufhalten, sowie für Kinder, für Personen mit sehr heller Haut oder für Personen, deren Haut empfindlich reagiert, empfiehlt es sich, den Kleidern mehr Beachtung zu schenken.“

 

 

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